Andere scheinen mit Leichtigkeit durchs Leben zu gehen. Sie treffen Entscheidungen, sagen Nein, gehen Konflikte an, ohne tagelang darüber nachzudenken. Und man selbst sitzt da - erschöpft von etwas, das für andere offenbar selbstverständlich ist. Dieser Vergleich tut weh. Und er beruht meistens auf einem Missverständnis.
Warum der Vergleich täuscht
Man sieht bei anderen nur das Ergebnis - die Entscheidung, die getroffen wurde, das Nein, das gesagt wurde, der entspannte Umgang mit einer Situation. Man sieht nicht den Prozess dahinter. Nicht die Übung, die jahrelange Erfahrung, die innere Arbeit, die manchmal unsichtbar bleibt.
Was viele Menschen vergessen: Jeder Mensch trägt eine eigene Geschichte, eine eigene Prägung, ein eigenes Nervensystem. Was für den einen leicht ist, kann für den anderen - mit einer anderen Geschichte - eine echte Herausforderung sein. Das hat nichts mit Schwäche zu tun. Es hat mit unterschiedlichen Ausgangspunkten zu tun.
Innerhalb der R.O.Y. Flow Methode™ wird betrachtet, dass die Leichtigkeit, die man bei anderen sieht, oft das Ergebnis eines Prozesses ist - eines Prozesses, der bei jedem Menschen unterschiedlich lang dauert, je nachdem, was er mitbringt.
"Ich habe meine Schwester immer beneidet - wie leicht sie alles nimmt. Erst später habe ich verstanden: Wir sind in unterschiedlichen Familien aufgewachsen, auch wenn wir dieselben Eltern hatten. Sie hat andere Erfahrungen gemacht als ich."
Erfahrungsbericht aus der Begleitung, The R.O.Y. Flow Methode™Warum manche Dinge wirklich schwerer sind - für manche Menschen
- Frühe Prägungen - wer in einer Umgebung aufgewachsen ist, in der Entscheidungen mit Angst verbunden waren, trägt diese Verbindung oft noch heute in sich. Eine Entscheidung zu treffen ist dann nicht "nur" eine Entscheidung - sie aktiviert alte Muster.
- Chronische Erschöpfung - ein erschöpftes Nervensystem hat weniger Kapazität für alles - für Entscheidungen, für soziale Situationen, für den ganz normalen Alltag. Was für andere leicht ist, kostet dann mehr Energie.
- Hohe Sensitivität - manche Menschen verarbeiten Eindrücke intensiver. Was für andere ein normaler Tag ist, kann für sie eine Reizflut sein, die viel Energie kostet.
- Innere Glaubenssätze - Überzeugungen wie "Ich darf keine Fehler machen" oder "Ich muss perfekt sein" machen einfache Dinge kompliziert. Nicht weil die Dinge selbst schwer sind - sondern weil die Glaubenssätze sie schwer machen.
Der Vergleich mit anderen sagt wenig über die eigene Fähigkeit aus - und viel über unterschiedliche Geschichten. Wenn man aufhört, die eigene Reise an der von anderen zu messen, wird oft mehr Raum für Mitgefühl mit sich selbst frei.
Was helfen kann - einen anderen Umgang mit dem Vergleich
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1Den Vergleich bemerken - ohne ihn zu bewertenWas viele als ersten Schritt beschreiben: zu bemerken, wenn der Vergleich auftaucht. "Ich vergleiche mich gerade." Nur das. Ohne sich dafür zu verurteilen.
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2Die eigene Geschichte anerkennenWas einige als erhellend beschreiben: sich daran zu erinnern, dass man eine eigene Geschichte trägt - eine, die der andere nicht hat. Diese Geschichte erklärt, warum manche Dinge schwerer fallen. Nicht als Ausrede - als Verständnis.
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3Den eigenen Fortschritt sehen - nicht den von anderenWas viele beschreiben: den Fokus zu verschieben von "Wie weit sind die anderen?" zu "Wie weit bin ich gekommen, im Vergleich zu mir selbst vor einem Jahr?" Diese Verschiebung verändert die ganze Perspektive.
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4Sich selbst die gleiche Geduld gebenWas manche als heilsam beschreiben: sich die Geduld zu geben, die man einem guten Freund geben würde. Wenn ein Freund etwas schwerfällt, urteilt man selten hart. Diese Güte auch sich selbst zu geben, ist ein Übungsfeld.
Was wäre, wenn "leichter" gar nicht das richtige Wort ist?
Vielleicht ist es nicht "leichter" bei anderen. Vielleicht haben sie nur eine andere Geschichte, einen anderen Ausgangspunkt, eine andere Übung. Was viele in der Begleitung beschreiben: Der Moment, in dem sie aufgehört haben zu fragen "Warum ist es bei mir so schwer?" und angefangen haben zu fragen "Was brauche ich, um meinen eigenen Weg zu gehen?" - hat etwas verändert. Nicht den Vergleich. Aber die Beziehung zu sich selbst.
Roy van Rensch
Roy begleitet Menschen in der persönlichen Entwicklung mit einem Ansatz, der innere Muster nicht bekämpft, sondern sanft befragt. Die R.O.Y. Flow Methode™ (Release, Order, Yield) arbeitet mit Bewusstsein, Klang und strukturierter Selbstreflexion - als Einladung, nicht als Versprechen.
Wenn du neugierig bist, wie sich ein Moment anfühlt, in dem das innere System nicht mehr vergleichen muss - die kostenlose Hörprobe ist eine Einladung. Kein Versprechen. Nur ein Raum für deinen eigenen Weg.